ANWENDUNGSLEITFADEN

Meerwasserentsalzung und Industriewasser: Prozessbedingungen und Lösungen

Vorfiltration und Hochdurchflussfiltration zum Schutz von RO-, UF- und Prozesswasseranlagen.

Technischer Leitfaden für schwankende Rohwasserqualität, hohe Volumenströme und wirtschaftliche Schutzfiltration.

01 — 06

Prozessübersicht

Eine belastbare Vorbehandlung begrenzt Partikeldurchbruch und stabilisiert die Membranstufe.

Rohwasser und saisonale Schwankungen

Trübung, SDI, Partikelverteilung, Algen, organische Stoffe und Flockungsbedingungen können sich kurzfristig verändern. Die Auslegung muss den ungünstigen Zulauf und nicht nur einen Mittelwert berücksichtigen.

Meerwasser und RO-Vorbehandlung

Siebe, Koagulation, Medienfiltration oder Ultrafiltration senken die Hauptbelastung. Eine geeignete Schutzfiltration vor der RO-Anlage begrenzt Partikeldurchbruch aus Vorstufen und Rohrleitungen. Filterfeinheit und Fläche werden mit SDI, Trübung, Druckverlust und Standzeit abgeglichen.

Industriewasser und Kühlkreisläufe

Rost, Sand, Flocken und biologische Rückstände gefährden Wärmetauscher, Düsen und Membranen. Hochdurchfluss-Filterelemente ermöglichen große Volumenströme bei kompakter Bauweise; die Betriebsgrenzen müssen zur Pumpenkennlinie passen.

Abwasser und Wiederverwendung

Nach biologischer oder chemischer Behandlung verbleiben oft Fasern und instabile Flocken. Eine robuste Vorfiltration reduziert Membranfouling und ungeplante Reinigungen. Bei Öl, Lösemitteln oder oxidierenden Stoffen ist die chemische Verträglichkeit gesondert zu prüfen.

Hydraulische Dimensionierung

EingabeAuswirkung
Maximaler VolumenstromAnzahl und Größe der Filterelemente
AnfangsdifferenzdruckEnergiebedarf und Sicherheitsreserve
Zulässiger EnddifferenzdruckWechselzeitpunkt
Partikel- und FlockenlastErforderliche Filterfläche und Vorstufe
Temperatur und ChemieWerkstoff- und Dichtungsauswahl

Betriebsstrategie

  • Differenzdruck und Filtratqualität gemeinsam überwachen.
  • Anfahrzustände und Belastungsspitzen in die Wechselplanung aufnehmen.
  • Bypass und falsche Elementmontage konstruktiv verhindern.
  • Elementwechsel, Spülung und Entsorgung sicher und nachvollziehbar gestalten.

Abnahmekriterien

Optimierung

Wenn Standzeit oder Filtratqualität nicht erreicht werden, sind zuerst Zulaufdaten, Flockenstabilität, Bypass, tatsächliche Filterfläche und Vorbehandlung zu prüfen. Ein noch feineres Filterelement allein löst eine instabile Vorstufe selten dauerhaft.